ARK Innovation

Ein Barrel Öl kostet mehr als ein ARK Innovation-Anteil

Nicht, dass ich in irgendeiner Form eine Obsession für Cathie Wood oder den ARK Innovation ETF hätte.

Er eignet sich nur so gut als Barometer für die Risikoneigung von uns Börsianern. Und die Anzeige schlägt weiter stark Richtung Süden aus, wenn wir den Preis für einen Anteil am ARK Innovation-ETF heranziehen.

In der vergangenen Woche ist dabei etwas passiert, das Symbolcharakter haben könnte: Value-Fondsmanager und Berkshire Hathaway-Fan Christopher Bloomstran hatte zu Jahresbeginn die Prognose ausgegeben, dass es nur eine Frage der Zeit sei, wenn der Preis für ein Barrel der wichtigsten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) den Preis für den ARK Innovation ETF (ARKK) wieder übersteigen würde.

Es dauerte nur bis zum 13. Januar bis es soweit war.

Aktuell kostet ein ARKK ETF-Anteil 80,24 $ und ein Barrel WTI 84,26 $. Vor exakt einem Jahr kostete das Barrel noch 52,15 $ und der ARKK-ETF 145,36 $, also fast dreimal so viel.

Was für ein Unterschied doch ein Jahr machen kann! Wie sieht es wohl Anfang 2023 aus?

Wir wissen es nicht, aber wir sehen seit Jahresbeginn sehr interessante Divergenzen innerhalb der NASDAQ, die zeigen, dass sich am Markt etwas verändert hat: Selbst an Tagen, an denen die NASDAQ insgesamt stark zulegen kann, performen die sehr spekulativen Aktien und speziell die SPACs tendenziell weiter deutlich schwächer als die Schwergewichte.

Mich wundert das nicht.

Wer mal die Reports von Shortsellern zu Aktien wie Ginkgo Bioworks (US-Kürzel DNA) oder Berkeley Lights (BLI) ohne Vorurteile etwas genauer studiert – beides Aktien, die Wood konsequent in fallende Kurse hinein nachkauft – dem dürfte kalter Schauer über den Rücken laufen.

Exzessive Geschäfte mit verbundenen Unternehmen, Channel-Staffing und Umsatzprognosen, die nicht mal im Ansatz eingehalten werden können, treffen auf immer noch absurd hohe Bewertungen. Wenn ich also wetten müsste, würde ich mich für den Ölpreis als Gewinner entscheiden.

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